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Singlebörsen
Rund elf Millionen Singles leben in Deutschland. Genau weiß man es nicht, denn die statistische Erfassung ist schwierig. Nicht jeder alleine lebende Mensch ist automatisch auch Single. Aber in jedem Fall sind es beruhigend viele für denjenigen, der selbst auf der Suche ist. Und Suchen ist heute leichter denn je. Das Internet macht es möglich.

Das Katalog-Konzept

In der neusten PARSHIP-Studie von 2008 gaben 47% aller befragten Singles an, ihr Glück schon einmal über das Internet versucht zu haben. Eigentlich verständlich, läuft in unserem Alltag doch nur noch wenig ohne das Netz der Netze. Wir haben keine Zeit und im Grunde auch keine Lust, uns unnötig lange mit Dingen zu befassen, die online viel schneller von der Hand gehen. Das Ergebnis sind Singlebörsen: katalogartige Sammelsurien von Single-Profilen, mit oder ohne Foto, die in der Regel mittels systemeigener Suchmaschine durchforstet oder auch automatisch mit dem eigenen Profil - oder den eigenen Ansprüchen, sofern diese von eben jenem abweichen - abgeglichen werden können. Sortiert nach Region, Alter und Einkommensverhältnissen, ergeben sich auf diesem Wege theoretisch passende Kombinationen.


Die Kuppel-Industrie

Knapp 85 Millionen Euro setzte die Branche 2007 um. Die Spitze aller Ranglisten bildet der Anbieter Parship.de mit 4,5 Millionen Mitgliedern, gefolgt von ElitePartner.de mit 1,2 Millionen Mitgliedern. Beide Portale sind Tüv-geprüft. Allerdings kann in beiden Fällen auch nur aktiv werden, wer zunächst eine kostenpflichtige Mitgliedschaft erwirbt. Eine dreimonatige Mitgliedschaft summiert sich hier auf rund einhundertfünfzig Euro bei Parship, bei Elitepartner werden knapp über einhundertsechzig Euro fällig. Nicht in den Singlebörsen-Rankings vertreten, aber mit 8 Millionen Mitgliedern weltweit, darf friendscout24.de nicht unerwähnt bleiben. Diese weniger auf direkte Partnervermittlung ausgelegte Seite, die durchaus auch zur Suche nach Freizeitpartnern oder Freunden nach dem Umzug in eine neue Stadt genutzt wird, bietet keine Psychoanalysen und automatische Partnervorschläge wie Parship und Elitepartner, dafür sind die Mitgliedsbeiträge ab knapp fünfzig Euro für drei Monate tendenziell erschwinglicher.


Der Aha-Effekt

Die Chancen stehen also gar nicht schlecht, unter Millionen von Beziehungswilligen den oder die Richtige zu erwischen. Allerdings bringen die Internetbörsen auch einen Nachteil mit sich: Unser Gehirn ist nicht auf das Online-Flirten geeicht. Welches Gewicht Details wie Bewegung, Stimme und Geruch bei einer Entscheidung für oder gegen einen potentiellen Partner haben, wird oft erst klar, wenn der Mensch, der doch eigentlich so gut zu uns passt, vor uns steht und wir nichts, aber auch gar nichts mit ihm anzufangen wissen. Eine gute Lösung also, um interessante Menschen kennen zu lernen. Das Verlieben allerdings bleibt nach wie vor ein Live-Akt.

Interessante Singlebörsen

Hier eine Zusammenstellung von weiteren interessanten Singlebörsen im deutschen Internet.

Friendscout24.de
Das ist die Singlebörse mit den meistens Singles im Internet. Die kosten liegen, je nach Vertragslaufzeit, zwischen 16 und 30 Euro pro Monat. Damit ist Friendscout24 nicht der Discounter. Aber hier macht es das Preis/Leistungsverhältnis. 10 Millionen Mitglieder sprechen eine deutliche Sprache

 

Ilove.de
Diese Singlebörse kommt aus dem Hause Jambas. Diese Community wendet sich ehr an jüngere User (bis 30 Jahre). Die Kosten bei Ilove.de liegen bei ca. 10€ in der Woche (wird als Abo über das Handy abgerechnet)

 

Datingcafe
Diese Plattform wendet sich ehr an ältere Menschen 30+. Die Registrierung kann nicht anonym erfolgen. Für die Freischaltung des Profils erwartet Datingcafe einen Personalausweis oder auch Führerschein.

Weiterführende Test zu Singlebörse findet man auf Singlebörsen Vergleich und auf Datingjungle.de